Inseln

 

Zum Staat Mauritius gehören zahlreiche Inseln. Viele davon sind über 200 km und noch weiter von der Hauptinsel Mauritius entfernt. Einige der kleinen Paradiese, die in der Nähe der Hauptinsel Mauritius liegen und in Reichweite als Ausflugsziele liegen, sind hier näher beschrieben. Eines ist auf jeden Fall sicher – ein Ausflug zu einer oder auch mehreren der Inseln um Mauritius lohnt sich und bringt die Urlauber zu kleinen und traumhaften Inseln, die in paradiesischem Ambiente erstrahlen.

 

 

Ile aux Cerfs


Die Ile aux Cerfs ist unbewohnt und liegt vorgelagert von dem Ort Trou d’eau Deuce, der an der Ostküste von Mauritius liegt, und gilt als eine der schönsten und traumhaftesten  Regionen im Indischen Ozean. Mit Eindrücken, die einem Bilderbuch gleichen, fasziniert diese Trauminsel mit ihren paradiesischen Stränden. Die schneeweißen Strände aus Korallensand stehen in traumhaftem Kontrast zu der Lagune in Farbtönen zwischen Blau und Grün. Hotels existieren keine auf dieser Insel – dafür gibt es unzählige Transferangebote, um einen herrlichen Tag auf dieser Insel verbringen zu können. Die Überfahrt zur Ile aux Cerfs dauert vom Küstenstreifen an der Ostküste von Mauritius gegenüber der Ile aux Cerfs etwa 30 Minuten.
Da diese Insel bei vielen Urlaubern bereits als kleines Paradies im Indischen Ozean bekannt ist, kommen natürlich auch extrem viele Ausflügler zur Ile aux Cerfs, um einen Tag in paradiesischem Ambiente zu verbringen. Daher sind die Strände in der Nähe der Anlegestelle der Boote oftmals ziemlich überlaufen. Wer aber etwas am Strand entlang wandert, kommt an ruhigere Strandabschnitte, an denen sich dann weniger Touristen tummeln. Natürlich steht auf der Ile aux Cerfs auch eine Vielzahl an Wassersportangeboten zur Auswahl. Auf der Insel steht sogar ein Golfplatz zur Verfügung. Im hinteren Teil der Insel ist es ratsam, beim Baden Badeschuhe zu tragen, da hier mit vielen Seeigeln gerechnet werden muss.


Round Island – Ile Ronde


Die unbewohnte Insel Round Island, die auch Ile Ronde genannt wird, liegt knapp 23 km nördlich von Mauritius und ist kreisrund, wie der Name besagt. Mit einer Gesamtfläche von knapp 1,7 km² erhebt sich die Insel bis zu einer Höhe von maximal 280 m. Der frühere Bestand an Hartholzwäldern und Palmen auf der kleinen Insel fiel den umfangreichen Rodungen im 19. und 20. Jahrhundert während der Kolonialzeit zum Opfer. Aber auch Ziegen und Kaninchen trugen teilweise zur Zerstörung der ursprünglichen Vegetation bei. Heute sind nur noch etwa 10 % der ursprünglichen Vegetation vorhanden – seit den 80er Jahren ist Round Island ein Naturschutzgebiet, um den Rest der ursprünglichen Natur zu erhalten und auch wieder aufzubauen. Auf Round Island leben seltene, endemische Tierarten, wie Guenthers Taggecko, der Telfair-Skink und auch die Round Island Boa. Bis ins Jahr 1975 existierte dort auch noch die Mauritius Boa, diese wurde seither jedoch nie wieder gesichtet, sodass diese vermutlich zwischenzeitlich ausgestorben sein dürfte. Einige der seltensten Baumarten der Welt existiert noch auf Round Island. Die Flaschenpalme ist mit nur noch 10 in der Wildnis vorkommenden Exemplaren einer der seltensten Bäumen der Welt. Heute wird die Flaschenpalme erfolgreich in Kultivierung wieder gezogen. Zwei weitere Baumarten existieren weltweit nur noch einmal und zwar auf Round Island – die Fernelia buxifolia und Dictyosperma album var.
Auch die Nachbarinsel Ile aux Serpents – die Schlangeninsel - steht ebenfalls unter Naturschutz.

 

Flat Island – oder Ile Plate und die zahlreichen Nachbarinseln


Diese Insel liegt etwa 11 km von Cap Malheureux, dem nördlichsten Punkt der Insel Mauritius, entfernt. Die Insel Flat Island, die meist mit dem französischen Namen Ile Plate genannt wird, diente im 19. Jahrhundert unter der Kolonialherrschaft der Briten als so genannte Quarantäne-Insel. Menschen, die an Malaria, Pocken oder weiteren Krankheiten verstarben, wurden auf der Insel beerdigt. Heute ist die Ile Plate ein beliebtes Touristenziel für Katamaranfahrten und ebenfalls für Tauchausflüge sehr gefragt.
Die Ile Plate hat auch zahlreiche Nachbarinseln, die ebenfalls beliebte Ausflugsziele auf Mauritius darstellen. Zusammen mit den beiden Nachbarinseln Ilot Gabriel und Coin du Mere steht die Ile Plate unter strengem Naturschutz, so dürfen dort weder Hotels noch Restaurants etc. gebaut werden.
Die beiden Inseln Ile Plate und Ilot Gabriel verbindet und umringt ein gemeinsames Korallenriff, was die beiden Inseln natürlich zu einem Taucherparadies und auch zu einem Paradies für Schnorchler macht. Bei Ebbe können die beiden Inseln sogar beiderseits zu Fuß erreicht werden. Bei Flut dagegen herrscht zwischen den beiden Inseln eine starke Strömung, sodass kaum Flossenschläge notwendig sind, um in eine Richtung voranzukommen, dafür ist ein Vorankommen in die entgegengesetzte Richtung umso anstrengender. Der Anblick der Vielfalt an bunten Korallen und Meeresbewohner lohnt diese Anstrengung aber in jedem Fall. Die beiden Inseln sind aber nicht nur für die Fans der Unterwasserwelt eine einzigartige Faszination. Auch Strandliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Von beiden Inseln aus können die Urlauber herrliche Ausblicke auf die Riffe und die Nachbarinseln sowie auf die Hauptinsel Mauritius genießen.
Die Insel Coin du Mere, die zwar als erste in etwa 4 km Entfernung von Mauritius aufragt wirkt geradezu majestätisch mit einem riesigen Felsen, der sich über 160 m auf der Insel erhebt. Diese Insel ist zum einen vollkommen unbewohnt und auch mit Booten sehr schwer zu erreichen. Die Wellen krachen dort mit äußerster Wucht gegen die Felsen, sodass ein Anlegen vollkommen unmöglich ist. Aber der Anblick während der Fahrt mit dem Katamaran ist auf jeden Fall imposant.
Die kleine Felseninsel Pigeon Rock befindet sich nördlich der Ile Plate – bzw. Flat Island.


Ile aux Aigrettes


Die Ile aux Aigrettes, was die Insel der Silberreiher bedeutet, liegt südöstlich der Insel Mauritius in einer Entfernung von nur etwa 1 km von der Küste bei der Stadt Mahebourg. Die Insel mit ihrer Fläche von 26 Hektar ist ein Naturschutzreservat zur Erhaltung der nativen Flora der Insel Mauritius und der Maskarenen. Das Naturschutzreservat der Mauritian Wildlife Foundation dient auch zum Schutz und der Zucht bestimmter Tierarten. Vorwiegend werden die endemischen Tiere auf Mauritius somit geschützt, die stark vom Aussterben bedroht sind, wie zum Beispiel die Mauritius-Taube. Aber auch Tiere, die von anderen Ländern nach Mauritius importiert wurden, sollen damit geschützt und deren Erhalt gesichert werden, wie zum Beispiel die Aldabra-Riesenschildkröte und der Telfair-Skink. Früher befand sich auf der Ile aux Aigrettes auch eine Zucht der Mauritiusfalken. Diese Zucht wurde zwischenzeitlich aber auf das Festland der Hauptinsel Mauritius verlagert.

 

Cargados-Carajos-Inseln


Die Cargados-Carajos-Inseln, die auch Saint Brandon genannt werden oder Cargados Carajos Shoals, sind eine Inselgruppe im Indischen Ozean, die etwa 350 km nordöstlich von Mauritius liegt und zum Staat Mauritius gehört. Die Inseln gehören zu den Maskarenen und liegen auf dem unterseeischen Maskarenen-Plateau. Die Inselgruppe ist von einem ausgedehnten Riff umgeben.
Die Landfläche der Cargados-Carajos-Inseln beträgt nur etwa 1,3 km², das Riff um die Insel dagegen erstreckt sich in Richtung Nord-Süd auf über 50 km mit einer Breite von etwa 5 km. Das Riff hat also eine Fläche von etwa 190 km².
Fast sämtliche Inseln ragen westlich des Riffs empor – bei den meisten handelt es sich um die Reste eines untergegangenen Vulkans.
Die meisten der Inseln werden als Fischerei-Stützpunkt genutzt. Auf den meisten der Inseln wird Guano abgebaut oder Kopra produziert.
An den mit Korallensand bedeckten Inseln ist eine dicke Schicht Guano vorhanden. Diese fast unbewohnten Strände werden von Meeresschildkröten zur Eiablage genutzt, stellen also einen wichtigen Faktor im Überleben, bzw. dem Erhalt der Meeresschildkröten dar. .
Wie lange dieses Biotop erhalten bleibt, wenn es keinen internationalen Schutz erhält, ist in Frage gestellt. Durch den Verfall der Zuckerpreise gingen die Einnahmen im Staat Mauritius drastisch zurück. Im Gegenzug nimmt der Tourismus vermehrt eine wichtige Rolle ein, was sich durchaus negativ auf dieses Biotop auswirken könnte.