Politik

 

Vor der Unabhängigkeit am 12. März 1968 wurde die Politik von den jeweiligen Kolonialmächten bestimmt – bis zur Unabhängigkeit gehörte die Insel Mauritius zum Britischen Empire. Nach der erklärten Unabhängigkeit trat Mauritius dem Commonwealth bei. Der erste Premierminister des unabhängigen Staates Mauritius war Sir Seewoosagur Ramgoolam, der Vorsitzende der Arbeiterpartei auf Mauritius. Er blieb die ersten 14 Jahre nach der Unabhängigkeit im Amt.
Mit der Einführung der neuen Verfassung am 12. März 1992 wurde der Staat Mauritius zu einer Republik mit einer parlamentarischen Demokratie.

 

 

 

 

 

 

Regierung


Die Regierung von Mauritius zählt zu den wenigen Staaten im Kontinent Afrika, die eine stabile, repräsentative Demokratie haben, in der freie Wahlen garantiert sind und die Menschenrechte gewahrt werden.
Das Staatsoberhaupt von Mauritius ist der Präsident, der von der Nationalversammlung gewählt wird. Der Präsident wiederum bestimmt den Premierminister und somit den Regierungschef. Seit den letzten Wahlen im Jahr 2005 nimmt Anerood Jugnauth die Position des Präsidenten ein – Navin Ramgoolam ist seit 2005 der Premierminister, also der Regierungschef von Mauritius. Er ist der Sohn des ersten Premierministers von Mauritius.
Das Parlament des Staates Mauritius wird von mindestens 62 und maximal 70 Mitgliedern gebildet. Alle fünf Jahre finden in den 21 Wahlbezirken Wahlen statt, wobei jeder Bezirk drei Abgeordnete stellt. Die zweite Hauptinsel Rodrigues bildet dabei die Ausnahme, die nur 2 Abgeordnete zur Wahl stellt. Dabei ist die Bedingung, dass im normalen Wahlergebnis die zur Wahl gestellten Abgeordneten der Bezirke einer unterrepräsentierten ethnischen Gruppe angehören müssen – basierend auf einer Volkszählung in den 70er-Jahren, ziemlich umstritten. Aus diesem Grund wird auf Mauritius auch über entsprechende Wahlreformen diskutiert.
Es gibt zahlreiche politische Parteien und Gruppierungen auf Mauritius und auch zahlreiche Arbeitsparteien.

 

 

Rechtsprechung

 


Die oberste Judikative ist der oberste Gerichtshof. Die Rechtsprechung auf Mauritius basiert auf dem französischen Zivilrecht und enthält auch Elemente des englischen Gesetzes in einigen Bereichen. So wird auch die Rechtsprechung noch von den Zeiten der Kolonisation geprägt.

 

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